Theater & PerformanceMerle | Mischke | Klee: Herbert

Mark Christoph Klee erforscht die Biographie seines schwulen Urgroßonkels, der als 175er während der NS-Diktatur inhaftiert wurde.

Im Zentrum des Stücks steht die bewegende Auseinandersetzung von Tänzer und Performer Mark Christoph Klee mit der Biografie seines schwulen Urgroßonkels Herbert (1924–2012), der während der NS-Diktatur als sogenannter „175er“ inhaftiert wurde. Die Performance verbindet persönliche Familiengeschichte mit historischen Fakten über die Verfolgung queerer Menschen in Deutschland.

„Herbert“ ist als Performance-Lecture angelegt und vereint Tanz, Text und Archivmaterial. Queere Musik aus den 1950er- und 1960er-Jahren bildet dabei eine atmosphärische Ebene, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft. In intimen Szenen schafft Klee einen Raum für die Auseinandersetzung mit Diskriminierungserfahrungen – und zugleich für Wut, Trauer sowie queere Lebensfreude.

Trailer:

Die Produktion ist Teil eines fortlaufenden Rechercheprojekts und stellt zentrale Fragen nach Demokratie, Diversität und gesellschaftlicher Verantwortung. Sie macht eindrücklich sichtbar, wie jung und fragil die Rechte queerer Menschen sind und zeigt Parallelen zwischen historischen und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auf.

Mark Christoph Klee ist Mitglied des Performancekollektivs Merle | Mischke | Klee. Nach seinem Studium des zeitgenössischen Tanzes an der Amsterdam University of the Arts arbeitet er seit vielen Jahren europaweit als Tänzer und Choreograf. Seit 2018 engagiert er sich verstärkt für die Sichtbarkeit und Vernetzung der freien Tanzszene in Schleswig-Holstein, unter anderem im Tanz- und Performance Netzwerk Schleswig-Holstein sowie bei tanz.nord.

Credits

            Performance: Mark Christoph Klee

            Dramaturgie: Angelique Willkie & Guy Cools

            Künstlerische Zusammenarbeit: Coralie Merle & Jasiek Mischke

            Danke an Regine Schmidt, Harald Haaker, Familie Klee und Familie Horn

"Herbert" wurde koproduziert von der Theaterschule Flensburg und der Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg. Die Recherche wurde ermöglicht durch das IMPULSTANZ Festival Wien und die Kulturstiftung Schleswig-Holstein. Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig- Holstein und des Landesdemokratiezentrums beim Landespräventionsrat Schleswig-Holstein, vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien.

 

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